31.12.2006
Damals
...zwar ist der Dresdner Hauptbahnhof schon eröffnet, aber von fertig kann ja noch lange keine Rede sein. Allerdings sieht man so noch mal interessante Sachen aus 1990. Gut, dass wir Ossis jetzt verstanden haben, was Neckermann ist. Leider gibt´s aber keine Unterschiede mehr zwischen den Eintrittspreisen für Hiesige und Auswärtige - naja, jetzt, wo ich doch Dresnder bin :-)Im Internet findet man alles... (Kindermund, 2006)
Und es gibt Menschen, die dafür Sorge tragen. Ich durfte einen Tag an der Nahtstelle zwischen realer und digitaler Welt erleben. Allerdings begann dieser Tag schon 5.45 Uhr und das im Urlaub, aber was tut man nicht alles, um die fortschreitende Digitalisierung hautnah zu erleben. Schon 6.50 Uhr gibt es erste Fragen aber auch Komplikationen auf dem Dresdner Hauptbahnhof. Ein Böhmenticket wird angeboten, aber der Preis ist weder am Automaten noch am Servicepoint der DB zu erfahren (der offensichtlich schlecht beheizte Servicepoint soll das bis um sieben geschlossene Reisezentrum der DB informationstechnisch ersetzen – es ist auch absolut „verständlich“, dass zwar fast alle Serviceeinrichtungen im Bahnhof schon ihre Dienste anbieten nur eben die Bahn, um die es ja gehen soll, noch nicht....). Die inzwischen erworbene Fahrkarte nach Bad Schandau lässt sich nicht stempeln. 7.00 Uhr Abfahrt mit der S-Bahn in Richtung Zielgebiet und schon in Heidenau wird zur großen Freude einer Mitfahrerin Schnee gesichtet – der Tag scheint trotz unchristlicher Weckzeit gerettet. 7.48 Uhr sitzen wir im Zug nach Tetschen (Dĕčín)und werden von einem tschechischen Schaffner umfangreich informiert. Er ist vollständig beglückt, sein tragbares High-tech Instrument der Fahrplankontrolle und des Fahrkartenauswurfs an unserem Tagesfahrplan zu testen – wir erhalten einen Fahrschein Sone+ für Personenzüge, der uns hunderte von Kronen gegenüber der Sone+ für Schnellzüge sparen soll – allerdings müssen wir später noch einen Zuschlag für die Strecke zwischen Reichenberg (Liberec) und Turnau (Turnov) lösen. 7.53 Uhr Zustieg der anderen Digitalisierer in Niedergrund (Dolní Zleb). Gegen 8.00 Uhr dann Eintreffen im Zielgebiet. Es macht sich Begeisterung breit für kostenlos erhältliches Infomaterial der tschechischen Bahn – Fahrten nach Dresden (unter Nutzung der Sone+-Fahrscheine) werden beworben. Wir sitzen in einem Personenzug offensichtlich allseits bekannter Bauart. Es wird warm. Wir dürfen den Blick in ein Weihnachtsgeschenk werfen – ein Atlas der russischen Strassenbahnnetze – ich bin begeistert, denn es tun sich allseits völlig unerwartete Marktlücken auf. Es wird ziemlich warm. Die von uns genutzte Regionalschaukel fährt an diversen allseits bekannten Bahnhöfen mit angeschlossener oder geschlossener Gastronomie entlang. Diese werden von den Fachkundigen natürlich schon viele Kilometer zuvor kenntnisreich angekündigt. Es wird schon eher heiß. Wahre Begeisterungsstürme und ein irrer Drang zum Fenster wird von der Aufschrift „Hier ist kein WC“ (Zde není WC) an einem kleinen Bahnhof ausgelöst. Ich wünsche mich in die Sauna – dort sind die erreichten Temperaturen erträglicher. Ich muss erfahren, dass DIE drei großen offenen Fragen am heutigen Tag nicht geklärt werden. Darob etwas traurig, jedoch beim Aussteigen und frische Luft Atmen neuen Lebensmut schöpfend, erreichen wir gegen 11.15 Uhr Reichenberg (Liberec). Wir geniessen die Ursprünglichkeit der Bahnhofsgaststätte. Aber die Knödel sind nicht gut. Der Plan wird geändert und wir werden mit viel mehr Schnellzügen fahren als gedacht – Einsparungen von hunderten von Kronen verflüchtigen sich ins Nichts – für BWL-ler eine herbe Enttäuschung – Ingenieure zeigen absoluten Gleichmut, denn was sein muss, muss sein – denke, daran ein Aufbaustudium der Ingenieurskunst aufzunehmen. 12.04 Uhr sitzen wir im Schnellzug und sind dementsprechend schnell in Turnau (Turnov). Kaum angekommen, sitzen wir auch schon im Schnellzug nach Prag (Praha), den wir allerdings auch ganz schnell in Münchengrätz (Mnichovo Hradištĕ) verlassen. Während die Digitalisierer die schon fast Bahnhofsgaststätte zu nennende Kneipe am Bahnhofsvorplatz stürmen, lockt zumindest für die wenigen Minuten bis zur Weiterfahrt doch das Schloss. Unternehme mit einer Abtrünnigen einen unsensiblen Abstecher zur Hochkultur – im Sommer sahen Schloss und Park natürlich schon besser aus. Trotzdem fühle ich mich geistig gestärkt für den Rest der Reise. Erste Erinnerungslücken werden überdeutlich – meine, dass wir nach Backofen (Barkov) weiter gefahren seien, was natürlich auch auf das morgentliche Zugerlebnis zurückführbar sein könnte. Uns wird ein moderner Zug angekündigt. Das Ereignis tritt 14.57 Uhr ein und wir steigen ein. Schon 15.45 Uhr steigen wir in Böhmisch Leipa (Česká Lípa) wieder aus und um. Gegen 16.20 Uhr erreichen wir einen Haltepunkt mit Bahnhofsgaststätte (Jedlová). Die Digitalisierer fühlen sich bestätigt – die Globalisierung schreitet voran und sie tun ein gutes Werk dafür, denn die Gaststätte mitten in der böhmischen Provinz wird von einem tschechisch-thailändischen Pärchen betrieben, was offensichtlich Heerscharen von Gästen anlockt – ja, einen Nachmittag Globalisierung erleben, ist schon toll. Da wir keine thailändische Nudelsuppe bestellen, sondern nur tschechischen Tee, sind wir das letzte Glied in der Bestellkette und nicht alle Wünsche werden erfüllt. Dafür warten wir nun sehnsuchtsvoll auf den Anschlusszug. Das tun auch weitere mit Kameras bewaffnete Leute – gibt es doch mehr Digitalisierer als ich je annahm – werde doch leicht unruhig, ob meines bisher unbedarften Lebens. Der Zug – zwei Triebwagen – fährt ein und wird fotografiert. Ich steige schon fast in den zweiten, da leeren Wagen ein. Allerdings wird mir bedeutet, dass wir uns wie die meisten anderen Leute in den ersten Wagen hineinquetschen werden. Wider alle Erwartung finden wir Sitzplätze und können das wirklich gute Design des Wagens geniessen – früher verstanden die Zugbauer noch etwas davon, selbst der Fahrt mit der letzten Bimmelbahn am Rande der Welt etwas mondänes zu verleihen. Wir erreichen gegen 17.45 Uhr (Ende der Zeit) Tetschen (Dĕčín) und suchen das Restaurant Rathaus (Radnice) auf. Wie schon oft am heutigen Tag sehe ich auch hier wieder die Züge meiner Begleiter vor Entsetzen starr werden. Ungläubig schauen sie sich im modernen Interieur um. Warum wohl die Tschechen nicht bei ihrer schönen Ursprünglichkeit bleiben, scheint rätselhaft. Ein letztes großes Abenteuer soll uns erwarten – das Anhalten eines Zuges an einem Bedarfshalt. Ohne die Begleitung der erfahrendsten Digitalisierer machen wir uns auf den Weg und stellen fest, dass der Haltpunkt hinter einer Kurve liegt. Hier kommt auch deutsche Ingenieurskunst an ihre Grenzen und wir finden keine geeignete Lösung, uns dem Zugführer entsprechend bemerkbar zu machen. Doch, welch großes Wunder – der Zug hält auch so – wahrscheinlich wurde unsere Anliegen schon vom großen weltweiten Netz richtig erkannt und da wir ja nun von den Guten sind, erhielt der Zugführer vom neuen Dienst www.Google-Bedarfshalt.com die Weisung anzuhalten. Müde, aber glücklich lümmeln wir uns in Bad Schandau in der S-Bahn nach Dresden in die ganz und gar nicht mondänen Sitze. Dann werden wir Zeuge einer Verbrecherjagd. Leider wurde der Fortgang der Szene nicht im Zug-TV übertragen und so erhielten wir nur partiellen Einblick, aber es war so spannend, dass wir nicht einschlafen und daher wirklich am Hauptbahnhof aussteigen können.
Wer nun die Erfolge bei der Digitalisierung unserer (noch) heutigen Welt Einsicht nehmen will, kann dies unter http://home.tiscali.de/pivnice/ tun. Viel Spaß!Langeweile pur
...und ich hätte es wissen müssen - www.jamesbondfilme.de. Naja, nur Austin Powers holt aus so einem Stoff wirklich was raus.
Zwei schräge Vögel
...lief im Thalia. Interessant ist wirklich, dass es in der DDR für diesen Film Geld gab und dass er wirklich noch im September 1989 Premiere hatte.
27.12.2006
Tolles Wetter
... auch wenn es wohl etwas ermüdend war. Ein absolut super Preis-Leistungs-Verhältnis bot uns www.pension-bauernhaeusl.de, wo es auch wirklich bestens schmeckte!26.12.2006
Werbung
Heimatgefühle
24.12.2006
Richtig abgefahren
Immer wieder Unverständis...
.... zwischen den Menschen www.babel-derfilm.de - ein toller Film (auch wenn die Schauburg mal besser heizen könnte!!!)
23.12.2006
Uhrenmuseum in Glashütte
Die handwerkliche Präzision ist schon enorm. Da werden Schrauben mit einem Durchmesser von 0,3 mm hergestellt und verarbeitet. Da verzeiht man dann doch auch mal das "Greenwisch". Besonders interessant ist, die Entstehung, die nur durch staatliche Intervention und Förderung vor gut 150 Jahren begann. Auch nach dem 1. WK war staatliche Intervention für den Fortbestand der Uhrenindustrie in Glashütte entscheidend. Da kommen marktökonomische Weltbilder leicht ins Wanken...Über den Wolken
Die tollkühnen Männer...
...in den rutschenden Kisten. Dirk muss allerdings wirklich an der Kopfarbeit arbeiten - da muss doch auch mal was gehen, wirklich ;-)))Endlich Geschenke
Treffen...
Ulrichs Geheimrezept
Jede Menge Feuer auf der Zange
Achtlosigkeit
So achtlos kann man ja nun wirklich nicht mit der UNO umgehen oder ist auch in diesem Fall weniger UNO drin als drauf?21.12.2006
Müllpolizei
...der deutsche Mülltrennungswahsinn geht weiter. Nutzen doch viele Leute um Geld zu sparen die Gelbe Tonne vom Grünen Punkt für nichtfarbigen Müll. Das kann natürlich nicht angehen und wenn man das Verhindern von solches kriminellen Auswüchsen auch noch mit der Schaffung qualifizierter Arbeitsplätze für Müllpolizisten begründen kann, geht in Deutschland alles.
17.12.2006
Geburtstagsparty bei der Kräuterhexe
16.12.2006
Wer mag sie?
...die Akkordeonspieler? Warum spielen sie am lautesten dort, wo man gerade sitzt? Wer hat sie bestellt? Warum gehen sie nicht mit Drehorgelspielern in tibetanische Klöster? Viele Fragen, aber wohl nie eine Antwort :-(Wieder ganz lecker...
Der mittelalterliche Weihnachtsmarkt...
Ich sah den Schatz...
...und war fasziniert! Das Grüne Gewölbe ist einfach toll (www.skd-dresden.de/de/museen/gruenes_gewoelbe.html)
Der Science-Tunnel
...in der Dresdner Festungsanlage hätte ein Kracher sein können - diese interessante Verbindung zwischen Alt und Neu. Aber welch herbe!!! Enttäuschung durch www.sciencetunnel.de! Wollte man doch den Menschen Spitzenforschung NAHE bringen. Wenn aber z.B. schon vorausgesetzt wird, dass diese wissen, was ein Nanotube ist, kann es nur schief gehen. Das haben auch die Macher gemerkt als sie dann schnell noch einige Einfügungen nach dem Billig-TV-Schema machten (da freut man sich immer wieder, keinen Fernseher zu haben). Die Macher - wer auuch immer die Agentur war, hat sich wenig Mühe gegeben, die gelieferten Texte mal etwas an die Zielgruppe anzupassen. So gab es nur einige wenige Highlights bei denen man abgeholt wurde und Vergleiche zum täglichen Leben geboten wurden (offensichtlich gibt´s nur in wenigen MP-Instituten gute PR-Leute). Nicht einmal die durchgängige deutsch-englische Beschreibung kann man loben (was ich eigentlich gern getan hätte) - ist den Machern doch nicht einmal aufgefallen, dass viele Texte nun zweimal in Englisch aufgebracht waren. Den Gipfel der schlechten Machart boten die letzten zwei Räume am Ausgang - geballte und schlecht gemachte Werbung für die tolle BASF. Schade, aber so bekommt man keine staunenden und neugierigen Kinderaugen und damit auch keine Ingenieure für die Zukunft.Marketing-Preis 2006
...des www.marketingclub-dresden.de ging an den Anhängerbauer STEMA aus Grossenhain mit schon 800K verkauften Anhängern.
Schranken...
...bestimmen immer wieder unser Leben und sind aus Deutschland gar nicht wieder wegzudenken. Daher ist es auch wichtig, dass sie gut gepflegt werden ;-)))10.12.2006
Richtig durchgewaschen
...wird jetzt wieder, ohne, dass das Haus beim
Schleudern einfällt. Ob allerdings die neue auch 15 Jahre hält, dürfte fraglich sein.06.12.2006
Aussitzen...
...ist wirklich eine gute Strategie. Wenn über manche Punkte in diversen Papieren das x-te Mal gesprochen wird und Änderungen trotz Protokoll nicht drin landen, hat man irgendwann eben doch keine Lust, noch einmal darüber zu diskutieren – vor allem, wenn die Themen nun nicht unbedingt eine Herzensangelegenheit sind und alle eigentlich nur ihre Ruhe haben wollen. Wahrscheinlich ist die Mehrzahl politischer Papiere so entstanden und so „funktioniert“ unser Land denn oft auch nur. Wie weit muss man für die Lösung kämpfen?
04.12.2006
Verkaufen ist eben doch schwer
...da will man also Weihnachtsgeschenke kaufen und hat keine Idee.
Ergo, man sucht nach einem schönen Gutschein - vielleicht eine Jahreskarte für die sächsischen Burgen und Schlösser - immerhin hat der Freistaat ja mit viel Trara eine Dachgesellschaft (www.schloesserland-sachsen.de) formiert, so dass diese auf die Idee einer Jahreskarte kommen könnte (man braucht ja in Europa auch nur mal ein ganz klein wenig die Augen aufmachen und gelangt z.B. zum National Trust im UK (www.nationaltrust.org.uk) und dann muss man nicht mal selbst das Rad wieder neu erfinden). Das wäre aber zu einfach und deshalb gibt es das nicht.
Also will man Tageskarten für die Bundesgartenschau 2007 in Gera kaufen -> tolle Web site www.buga2007.de, aber verkaufen will man dort nur Dauerkarten. Sonst gibt´s ein, nach eigenen, telefonischen Aussagen, tolles Netz an Vorverkaufsstellen - 95% in Thüringen und eine in Zeitz.... Da fällt einem wirklich nix mehr ein. Zum Glück gibt´s dort engagierte Mitarbeiterinnen, die die unfähige Planung wieder wettmachen.
Schade, dass Steuermittel eingesetzt werden ohne auch mal Marketingsachverstand zu nutzen.














